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20 Jahre Projektwoche

René Caruso Graf

René Caruso Graf

Über 600 Kinder und Teenager nahmen in diesem Jahr an der Projektwoche in St. Gallen teil. Vor 20 Jahren wurde die Projektwoche von Andi Dubach – Pastor der Kirche Bild – ins Leben gerufen. Damals umfasste die Projektwoche noch zwei Camps (Basketball und Dance). Jedes Jahr kam mindestens ein weiteres Camp dazu. Inzwischen werden 27 Camps angeboten. Betreut werden die Kinder und Teenager von verschiedenen Spitzensportlern in den unterschiedlichen Disziplinen.

Der Auftakt der Woche ist jeweils der Kick-off Gottesdienst. Carlo Giger, Trainer im Fussball (U14) und OK-Mitglied der Projektwoche erzählte aus seinem Leben und wie ihn die Projektwoche verändert hatte.

Spuren hinterlassen

Er sei ursprünglich aus dem katholischen Umfeld gekommen und vieles sei ihm am Anfang fremd gewesen. Dass man in einer Gemeinde die Hände ausstreckte oder dass Kinder Shirts mit dem Aufdruck «Jesus liebt dich» trugen, habe er übertrieben gefunden. Trotzdem habe die Projektwoche Spuren hinterlassen. Der Umgang, den man im Team untereinander gepflegt habe, sei für ihn völlig neu gewesen. Er habe sich dann mehr und mehr mit dem Glauben befasst und schliesslich für ein Leben mit Jesus entschieden. Es kam in seinem Leben auch zu schwierigen Zeiten, doch Jesus habe ihn immer hindurchgetragen.

Die Mitarbeiter wurden ermutigt, Spuren im Leben der Kinder und Teenager zu hinterlassen, wie dies Carlo Giger erlebt hatte.

Sport verbindet

Es gab in der Woche viel Ermutigendes zu sehen. Die Kinder und Teenager machten Fortschritte in den unterschiedlichen Sportarten. Und – was wohl noch wichtiger ist – allgemein spürte man, wie der Sport die Teilnehmer miteinander verband.

In den sogenannten Timeouts erzählten die Sportler von Höhen und Tiefen in ihrem Leben und über ihren persönlichen Glauben. In dieser Woche wurde zum Beispiel ein Junge von den Worten aus den Timeout-Sessions so sehr berührt, dass er nun Anschluss in einem Teenager-Club suchen will, wo er sich intensiver mit dem Glauben beschäftigen kann.

Am Abschlusstag am Freitag finden jeweils Finalspiele und Shows statt. Einen besonderen Auftritt hatten dabei die Diabolo- und Jonglierkünstler. Fabian Lutz, der Leiter dieser Disziplin, sagte dazu: «Mich begeistert an der Projektwoche, zu sehen welche Fortschritte die Kinder machen. Gerade im Jonglieren konnte ich das sehen. Am Anfang kamen die Kinder und konnten kaum jonglieren und jetzt stellen sie jeden Tag neue Rekorde auf und zeigen, was sie Neues gelernt haben. Es ist schön, die Freude der Teilnehmer zu sehen und wie sie mit Begeisterung dabei sind.»

Fabian Lutz, Trainer Diabolo und Jonglieren

Ein Projekt mit viel Potential

Inzwischen besteht eine intensive Zusammenarbeit zwischen lokalen Sportverbänden und der Projektwoche. Immer wieder kommen Anfragen der Vereine, ob man sich eine Zusammenarbeit vorstellen könne. Einige Vereine stellen ihre Sportler zur Verfügung und unterstützen die Projektwoche auf diese Weise. So gibt es mittlerweile einen regen Austausch zwischen der Kirche Bild, Spitzensportlern und Sportvereinen. Dieses Zusammenwirken ist in dieser Grösse einmalig in der Schweiz und dürfte auf Nachahmung hoffen.

Nicht nur in St. Gallen ist die Projektwoche erfolgreich. Auch in Bern, Basel und im Zürcher Oberland wurde damit gestartet. In weiteren Regionen bestehen Kontakte. Unter der Organisation und Erfahrung von «Athletes in Action» können jederzeit weitere Projektwochen lanciert werden.

Quelle: René Graf, Livenet.ch

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