Pilgerreise in Rumänien

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Pilgerreise? Echt jetzt?

Alle die jetzt denken, ich sei mit dem Rucksack durch Rumänien gezogen, muss ich leider enttäuschen. Pilgerreise war das Thema des Jungschar-Camps in Rumänien. Hin und Rückflug mit dem Flugzeug, zum Platz mit dem Auto… eigentlich hatte das gar nicht den Charakter einer Pilgerreise. Doch eine Wanderung während des Camps gab es aber immerhin.

Die Teilnehmer und Leiter

Die Stimmung im Camp war echt gut. Einer der Jungs sagte immer «Hello, you are my best friend», das einzige, was er in English wirklich beherrschte. Ein halbes Jahr nach dem Camp sandte er noch eine Freundschaftsanfrage auf Facebook, genau mit diesen Worten. Ich genoss die Zeit sehr mit diesen 180 Kindern und ca. 30 Leitern.

Die Sprache

Wir hatten eine echt tolle Stimmung. Zwar bekam ich mit der Zeit Muskelkater, denn ich konnte mich mit den Teilnehmern nur mit Händen und Füssen unterhalten. Doch den Mädels ging es ohnehin meistens darum, dass man sie mal wieder fotografierte und mit den Jungs konnte ich mich beim Fussballspielen austoben. Ein Mädchen versuchte mir allerdings noch etwas rumänisch beizubringen. Sie zeigte auf ihr Auge und sagte was es in rumänisch heisst. Ich habe es nachgesprochen und ich war mir absolut sicher, dass ich es genau gleich ausgesprochen hatte, wie sie. Doch sie lachte mich nur aus. Also blieb es letztlich bei Händen und Füssen und das ging meistens gut und sonst gab es ja noch Hilfe bei den zweisprachigen, die zum einen Deutsch und zum andern Rumänisch sprachen.

Die Zeit

Die Zeit in Rumänien läuft ganz anders als bei uns. Wir Schweizer haben Uhren erfunden, aber in Rumänien, da haben sie die Zeit. Das konnte schon mal bedeuten, dass die Kinder 45 Minuten auf einem Feld standen (wohlgemerkt es war einiges über 30 Grad warm), weil die Leiter noch etwas organisieren mussten. Doch da war keine Hektik zu spüren, kein Kind wurde irgendwie ungeduldig. Sie nutzten die Zeit einfach dafür miteinander zu reden. Auch wenn man den Kindern sagte «In 5 Minuten treffen wir uns beim grossen Zelt» hiess das etwa so viel wie, es wäre gut, wenn die ersten so ca. in 15 Minuten dort wären.

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