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Die elementare Heilsgeschichte

René Caruso Graf

René Caruso Graf

Die Bibel ist von hinten bis vorne nebst historischer Geschichte geprägt von der Heilsgeschichte. Wir haben in unserem neuen Semester das Thema „D’Jungschi voll im Element“ – Die Jungschar total im Element, und wir behandeln dabei die Elemente: Erde, Feuer, Wasser, Luft (Wind) und Gold. Im geistlichen Konzept steht dafür jeweils ein Ereignis aus der Heilsgeschichte.

Wir fangen also vorne bei der Bibel an und hören dann auch am Ende der Bibel auf – und das ganze an nur fünf Nachmittagen – nicht schlecht was? Dabei können wir uns natürlich nicht mit der ganzen Geschichte beschäftigen, sondern nur mit einigen sehr zentralen Ereignissen – sognannte Schlüsselstellen, sonst würden wir dies auch niemals schaffen!

Erde – Gottes gute Absichten in seiner Schöpfung

Gott verfolgt absolut gute Absichten, dies zeigt uns schon die Schöpfungsgeschichte. Sechs mal schaut Gott auf das was er geschaffen hatte und beurteilte es als „gut“. Am Ende schaut er das ganze an und beurteilt alles zusammen als „sehr gut“. Eine zentrale Stellung nimmt aber auch der Mensch ein. Es macht den Eindruck, dass Gott alles für ihn geschaffen hat. Er soll die Erde verwalten, er darf den Tieren ihre Namen geben. Der Mensch wurde mit diesen Fähigkeiten geschaffen, als Ebenbild Gottes. Gott meint es absolut gut mit uns und vertraut uns viel an und das Wichtigste, er lebt von Anfang an mit dem Menschen zusammen.

Bibelstellen:

  • 1. Mose 1-2
  • Psalm 139

Fragen:

  • Was können Hinweise auf die Ebenbildlichkeit des Menschen mit Gott sein?
  • Woran erkennst du, dass du einzigartig geschaffen bist?
  • Was fasziniert dich an Gottes Schöpfung?
  • Was ist die Angemessene Antwort darauf, wenn wir erkannt haben, dass wir von Gott in guter Absicht geschaffen wurden? (Vgl. Psalm 139)

Möglicher Einstieg:

Theater mit Professor und Schüler (vgl. Youtube-Film), muss an das Niveau der Kinder angepasst werden oder eignet sich vor allem für ältere Kinder. Danach entweder den Schöpfungsbericht vorlesen und mit Bildern verdeutlichen, es kann auch ein Film gezeigt werden (wenn die Möglichkeiten dazu bestehen, vgl. 2. Youtube-Film). Den Kindern die Aufgabe geben zu zählen wie oft das Wort „gut“ und „böse“ vorkommt.

Der Schöpfungsbericht

Feuer – Die Trennung von Gott und dem Menschen

Das Feuer in der Bibel oft im Zusammenhang mit Gottes Gericht aber auch mit der Trennung von Gott verwendet. Und genau um diese drastische Trennung von Gott und dem Menschen geht es, wenn wir uns mit dem Feuer auseinandersetzen. Das Feuer eine trennende Wirkung hat, das ist vielen klar. Das Feuer trennt bspw. Menschen in einem brennenden Haus von der Aussenwelt wo sie in Sicherheit wären. Bei grösseren Bränden sind Menschen voneinander abgeschnitten.

Bibelstellen:

  • 1. Mose 3
  • Jer 23,29

In der Geschichte vom Sündenfall ist von Engeln (Cherubim) die Rede, welche mit feurigen Schwertern den Garten bewachten, damit die Menschen auf keinen Fall mehr vom Baum des Lebens kosten würden und dabei ewiges Leben erhalten (1. Mose 3,24). Zu Jeremia sagt Gott: Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt?

Fragen:

  • Warum trennen uns Sünden von Gott?
  • Was kommt dir zu Gottes Herrlichkeit in den Sinn?
  • Warum ist die Trennung von Gott so gravierend?
  • Wie siehst du das mit der Einschränkung (nicht von diesem einen Baum zu essen) die Gott dem Menschen macht im Verhältnis zu den Freiheiten, die der Mensch hatte?

Möglicher Einstieg:

Ein Schwert anzünden, ein brennendes Schwert kann eindrücklich wirken (muss vorher natürlich getestet werden und Sicherheitsrichtlinien beachten). Erzählen, dass es heute auch um ein solches brennendes Schwert ginge. Darauf kann später in der Geschichte bezug genommen werden.

Wasser – Jesus die Quelle des Lebens

Die Trennung von Gott führt dazu, dass der Mensch sich sehnt nach Erlösung. Doch der Mensch kann an falschen Orten danach suchen. Jesus macht das am Beispiel des Wassers deutlich, als er mit der Samaritanerin am Brunnen sprach (Johannes 4,1-42). Jeden Tag holte sie ihr Wasser an diesem Brunnen, das da ein anderer ist, der ihr das Wasser des Lebens geben könnte, das wusste sie nicht. Schritt für Schritt begriff sie, dass hier einer vor ihr stand, der mehr ist als ein gewöhnlicher Mensch und letztlich kam ein ganzes Dorf in Samarien zum Glauben an Jesus.

Bibelstellen:

  • Johannes 4,1-42
  • Offenbarung 22,17

Fragen:

  • Wie viel muss ein Mensch trinken um ‚gesund‘ zu leben?
  • Wäre es nicht toll ein Wasser zu trinken, von dem man kein Durst mehr bekommt?
  • Wer ist Jesus für dich?
  • Warum kann sich Jesus als Wasser des Lebens bezeichnen?

Möglicher Einstieg:

Zwei Flaschen werden den Kindern gezeigt. Äusserlich sehen sie genau gleich aus. Die eine Flasche ist gefüllt mit sauberem Trinkwasser, die andere ist gefüllt mit Salzwasser. Ein Kind soll aus beiden Flaschen trinken und dann entscheiden, welche Flasche geniessbares Wasser und welche Flasche ungeniessbares Wasser enthält.

Luft (Wind) – Der Heilige Geist unsere grosse Hilfe

Wie kommt man von Luft (Wind) auf den Heiligen Geist? Nun eigentlich ganz einfach, zumindest dann wenn man ein wenig griechisch oder hebräisch kann. Da man aber trotzdem nicht voraussetzen kann, dass jeder das kann hier kurz eine Erklärung: Das hebräische Wort ‚ruach‘ bedeutet eigentlich Wind, Hauch oder Atem. Es wird aber auch der Heilige Geist damit bezeichnet ‚Ruach HaQodesh‘. Im neuen Testament wird das Wort ‚pneuma‘ verwendet. Man kann hier an unseren Pneu des Autos oder des Fahrrads denken, der hoffentlich mit Luft gefüllt ist, da wir sonst zu Fuss gehen müssen oder auf den Felgen fahren.

Der Heilige Geist ist unsere grosse Hilfe auf dem Weg mit Jesus Christus. Den Römerbrief (zumindest die ersten acht Kapitel) hat Pfarrer Andreas Symank mal mit einer Schulklasse verglichen:

  • Der Schüler sieht sich mit einer schwierigen Rechnung konfrontiert, fängt an sie zu lösen, aber das Resultat, das er errechnet hatte kann unmöglich stimmen denkt er sich. In der Tat, der Lehrer streicht ihm alles rot an. Die ersten drei Kapitel des Römerbriefs: Alle sind vor Gott schuldig geworden.
  • Doch dann erfolgt das unglaubliche. Der Lehrer hätte einfach die schlechteste Note notieren können. Doch er tut es nicht. Er sagt: Hier hast du ein neues Blatt, du kannst es nochmals versuchen. Ich rechne dir diese Note, die du erhalten hast nicht an. So geschieht es auch im Römerbrief (Kapitel 4 – 6), wir sind durch den Glauben an Jesus Christus für gerecht erklärt worden.
  • Der Schüler geht nun also mit dem neuen weissen Blatt an den Platz und beginnt zu rechnen. Dieses mal, so sagt er sich, muss ich aber richtig rechnen, das bin ich doch dem Lehrer schuldig, der so viel Nachsicht mit mir hat. In Römer 6,1 schreibt Paulus: Welchen Schluss ziehen wir nun daraus? Sollen wir weiterhin sündigen, damit sich die Gnade in vollem Maß auswirkt? Und seine Antwort darauf ist eindeutig: Niemals!
  • Doch wieder steht der Schüler an. Er kommt einfach auf keinen grünen Zweig. Das Resultat stimmt sicher wieder nicht. Er geht zum Lehrerpult und in der Tat, wieder ist alles rot. So ergeht es Paulus in Römer Kapitel 7. Er sagt bezüglich seines Kampfes: Ich unglückseliger Mensch! Mein ganzes Dasein ist dem Tod verfallen. Wird mich denn niemand aus diesem elenden Zustand befreien? (Römer 7,24)
  • Der Lehrer könnte nun sagen: So genug ist genug, jetzt bekommst du deine schlechte Note. Er könnte auch zur Tafel gehen und das Resulat aufschreiben. Doch was bringt das letztlich? Wie komm ich denn zu dieser Lösung? Der Lehrer macht nun folgendes, er verlässt den Platz vorne am Lehrerpult und setzt sich zum Schüler hin und sagt zu ihm. Komm wir schauen uns diese Rechnung gemeinsam an, ich zeige dir Schritt für Schritt wie es geht. Genau so ist es auch im Römerbrief. Antwort auf die Frage von Paulus ist das Kapitel 8 – oder besser gesagt: Die Antwort auf die Frage ist der Heilige Geist. Gottes Geist lebt in uns, er zeigt uns Schritt für Schritt wie es geht. Er hilft uns im Glauben zu bestehen.

Gold – Jeder Plan hat ein Ziel und das Ziel ist Gold wert

Was wäre ein Plan ohne ein Ziel? Nichts. Genau darum hat auch der Heilsplan Gottes ein Ziel. Natürlich, wie könnte es anders sein – das Heil. Oder vielleicht müssten wir besser sagen: Unsere endgültige Rettung.

Wenn wir heute Leute fragen, wie sie sich den Himmel vorstellen, dann hören wir Aussagen wie: „Super, genial, grandios.“ Oder auch: „Ähm, keine Ahnung.“ Vielleicht aber auch: „Langweilig, immer auf einem Wölkchen sitzen und Harfe spielen.“ Andere wiederum fürchten sich vor der Vorstellung eine Ewigkeit im Himmel zu verbringen. Manche machen sich deshalb auch keine Gedanken dazu.

Wenn wir jedoch in die Bibel schauen, dann stellen wir fest, dass es dafür nicht genügend Worte dafür gibt den Himmel zu beschreiben. So ist bspw. Johannes überwältigt von der Pracht, die er in seinen Visionen sieht. Das erste Mal als Johannes den Himmel sieht (Offenbarung Kapitel 5), gleich die erste Überraschung. Es ist davon die Rede: Wer das Buch mit den sieben Siegeln öffnen dürfe. Doch niemand wurde als würdig erachtet, dieses Buch zu öffenen und den Inhalt zu enthüllen. Keiner im Himmel, auf der Erde noch unter der Erde. Darüber musste Johannes gar weinen. Doch dann die Überraschung. Einer hat den Sieg erungen, nämlich der Löwe aus dem Stamm Juda. Und nun steht man da, in der Erwartung, dass gleich ein Löwe auftreten wird. Aber es kommt ganz anders. Johannes sagt es so:

„Nun sah ich in der Mitte, da, wo der Thron war, ein Lamm stehen, umgeben von den vier lebendigen Wesen und den Ältesten. Es sah aus wie ein Opfertier, das geschlachtet worden ist, und hatte sieben Hörner und sieben Augen. (Die sieben Augen sind die sieben Geister Gottes, die in die ganze Welt ausgesandt sind.)“ (Offenbarung 5,6)

Jesus hat den Sieg erungen, aber sein Sieg berut nicht auf Macht sondern auf Ohnmacht. Dort wo man dachte, nun hätte der Feind über die Gerechtigkeit gesiegt, da kommt die Kraft und auch die Weisheit Gottes zum Ausdruck. Der Plan erfüllt sich also in Jesus, durch sein Opfer haben auch wir den Sieg.

Nun wissen wir natürlich noch nichts genaueres über den Himmel, bis auf dies: Im Himmel spielen Emotionen, da ist Action angesagt. Ich glaube nicht, dass es so ist wie die Stimmen sagen, dass wir friedlich auf einer Wolke sitzen werden und täglich bis in alle Ewigkeit auf unserer Harfe klimpern.

Über den Himmel gibt es mehr zu sagen als: „Ähm, keine Ahnung.“ Jesus spricht in vielerlei Hinsicht über das Himmelreich. Er sagte sogar einmal: „Das Himmelreich ist mitten unter euch.“

Zusammenfassung: Die Heilsgeschichte anhand einer Hand

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