Je mehr sich Iris Kloos christlichen Online-Dating-Plattformen widmete, desto bewusster wurde ihr die virtuelle Realität: Fake-Profile, Lügen, kuriose Absichten. Iris Kloos teilt neben praktischen Dating-Erfahrungen auch Red Flags bei der christlichen Partnersuche. Hier sind 3 Dinge, auf die du achten solltest, wenn du jemanden online triffst.

1. Du wirst nach persönlichen Daten oder Geld gefragt.

Sei erst mal zurückhaltend mit persönlichen Infos und Daten, wie die Kinder heißen, was sie tun, deren Geburtstags-Daten, dein Wohnort, deine Telefonnummern, dein Einkommen etc. – das alles sollte nicht Gegenstand deiner ersten Kontakte und Gespräche sein. Auch sonst halte dich erst mal zurück mit persönlichen Daten. Sie können immer missbraucht werden, und falls du rasch keinen Kontakt mehr haben willst, verbaust du dir den Rückzug.

Außerdem ist es nicht gut, alles zu glauben. Es gibt immer mehr sogenannte «Catfish», gerade auch auf christlichen Plattformen (das sind Personen, die aufgrund ihrer Täuschungsaktivitäten gefälschte Online-Identitäten annehmen). Ich wurde von einem Franzosen angeschrieben, der «bei einem Autounfall Frau und Kind verloren hatte. Und der sich im Ausland aufhielt und nicht zurück nach Deutschland kam, weil ihm das Geld fehlte.» Ein anderes Mal schrieb mir ein «Bruder aus Afghanistan», der Geld für ein Kinderheim sammelte. Für mich war das sehr emotional. Und ich war schnell bereit zu helfen. Schließlich war er Christ. Aber bevor es so weit war, wurde auch er offensichtlich gemeldet und blockiert.

Und noch ein Tipp: Gib nicht deine Haupt-E-Mail-Adresse an, sondern lege dir eine weitere E-Mail-Adresse zu, solange noch kein Vertrauen gewachsen ist.

2. Du wirst immer vertröstet!

Vielleicht schreibt ihr schon länger und du möchtest den nächsten Schritt wagen, doch es läuft immer darauf hinaus, dass es nie zu einem Anruf, Skype-Gespräch oder Date kommt. Du wirst vertröstet, weil der Mann «auf Geschäftsreise» oder sonstwie «gerade im Ausland» ist. Er schmiert einem regelrecht Honig um den Mund und vertröstet immer «auf bald». Dabei wird aber schon übertrieben schnell von Zusammengehören und gar von Heiraten gesprochen.

Was sehr beliebt ist bei Männern: Sie schreiben sporadisch, vermeiden möglichst ein Treffen und halten sich gleichzeitig mehrere Frauen «warm». Nennt sich «benching», eine Hinhaltetaktik. Man wird sozusagen «auf die lange Bank geschoben». Sobald ich dessen gewahr wurde, habe ich den Kontakt jeweils sofort abgebrochen. Ich finde, das geht gar nicht.

3. Du wirst mit Komplimenten überhäuft.

Sei hellhörig, wenn du bereits beim ersten oder spätestens weiten Kontakt ein «Ich liebe dich!» hörst. Das könnte zum «love bombing» führen: Ein Mann gibt vor, vollkommen «geflasht» zu sein von dir; er überhäuft dich mit Komplimenten und Geschenken – bis er sein anderes Gesicht offenbart, wie zum Beispiel das Nichtauftauchen am Treffpunkt oder du erfährst «ghosting»: den abrupten Kontaktabbruch. Gerade schrieb man sich noch pausenlos liebevolle Nachrichten, plante vorwärts und verabredete sich auf ein Date – und plötzlich meldet sich das Gegenüber nicht mehr, ohne erkennbaren Grund.

 

Fazit

Es gibt viele Hinweise, die dich vor den Dating-Partnern warnen, die dir nicht guttun. Höre auf deine innere Stimme, auf deine Intuition, auf deine ersten und alle folgenden Eindrücke. Nimm sie ernst, gewichte sie. Wische sie nicht einfach weg, weil sie dir vielleicht gerade nicht gefallen oder passen – sondern vertraue ihnen. Immer! Ein leiser Zweifel, eine leise Verunsicherung? Höre darauf, achte darauf. Lieber die inneren Alarmlämpchen einmal zu viel beachten, als bewusst auf den «Off»-Knopf zu drücken, damit diese feinen Signale bitte aufhören mögen, das Date zu «stören». Man bereut solches Nichtbeachten hinterher meistens. 

Der Text ist angelehnt an das Kapitel «Tipps fürs Online Dating» von Iris Kloos. Mehr Tipps und skurrile Dating-Geschichten liest du in «Dating-Queen».

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